Humor in Comics kann auf ganz unterschiedliche Weise funktionieren. Einige Serien setzen auf kurze, pointierte Gags, während andere längere Geschichten erzählen, in denen der Witz aus den Figuren, Dialogen oder wiederkehrenden Situationen entsteht. Dadurch reicht die Bandbreite von klassischen Zeitungsstrips bis zu umfangreichen Comic-Alben.
Eine häufige Form ist der Slapstick-Humor, bei dem übertriebene Situationen und körperliche Komik im Mittelpunkt stehen. Die Figuren geraten ständig in chaotische Missgeschicke, was zu schnellen visuellen Gags führt. Ein gutes Beispiel dafür ist die Figur Gaston Lagaffe aus dem gleichnamigen Comic, der mit seinen Erfindungen regelmäßig seine Umwelt ins Chaos stürzt.
Daneben gibt es Serien, die mit Wortwitz und Dialoghumor arbeiten. Hier entsteht der Witz vor allem durch schlagfertige Dialoge, Ironie oder Running Gags zwischen den Figuren. Ein besonders bekanntes Beispiel ist Asterix, dessen Geschichten voller Wortspiele, Anspielungen und cleverer Dialoge stecken.
Eine weitere Form ist der satirische Humor, bei dem gesellschaftliche Themen, historische Ereignisse oder Klischees humorvoll verpackt werden. Auch hier ist Asterix ein gutes Beispiel, da viele Abenteuer politische oder kulturelle Eigenheiten verschiedener Länder auf die Schippe nehmen.
Sehr verbreitet ist außerdem Alltagshumor, bei dem gewöhnliche Situationen überzeichnet dargestellt werden. Klassiker wie Garfield oder Hägar der Schreckliche zeigen mit viel Ironie den Alltag ihrer Figuren.
Schließlich gibt es auch Abenteuercomics mit humorvollen Elementen. Hier stehen spannende Geschichten im Mittelpunkt, werden aber durch witzige Figuren oder Running Gags aufgelockert. Serien wie Tim und Struppi oder Spirou und Fantasio verbinden Abenteuer mit humorvollen Momenten.